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RSSPrint

Kapelle

Wer den Ostkirchhof durch den Haupteingang betritt, findet sich auf einer großen, freien Nord-Süd-Achse wieder, die aus einer parterreartigen, abgesenkten Rasenfläche besteht. Gesäumt wird sie beidseitig von einer Lindenallee.

Bezugspunkt am nördlichen Ende der breiten Hauptachse ist die auf einer kleinen Anhöhe stehende Kapelle. Als markanter Blickfang ragt der Turm der Kapelle hervor. Dieser enthält ein Läutwerk mit drei Glocken.

Das Kapelleninnere ist nahezu unverändert geblieben. Mitte der 1990er Jahre wurden lediglich behutsame Restaurierungsarbeiten durchgeführt. An der Gestaltung lässt sich der damalige Zeitgeschmack ablesen: eine Mischung von Elementen des Historismus und des Jugendstils.

Die Kapelle besitzt eine Steinmeyer-Orgel aus dem Jahre 1914. Sechs Register verteilen sich auf zwei Manuale und Pedal des mit pneumatischer Spiel- und Registerstruktur ausgestattem Werke. Nachdem die Orgel im Lahre 2008 aufwändig restauriert und grundinstandgesetzt und um ein Register erweitert wurde, erklingtsie heutewieder bei Trauerfeiern und Konzerten.

Die Kapelle ist jedoch ein Ersatzbau. Die ursprüngliche Kapelle, die bereits 1908 bei der Eröffnung des Ostkirchhofes an dieser Stelle stand, wurde bei einem Brand 1912 vollständig zerstört.

Um den Betrieb auf dem Ostkirchhof schnell wieder aufnehmen zu können, wurde noch im selben Jahr mit dem Ersatzbau begonnen. Dabei griff man vermutlich aus Zeitgründen auf bereits vorhandene Planungen zurück, denen wahrscheinlich die eingereichten Entwürfe des Architekten Paul Korff (1875-1945) anlässlich des Wettbewerbs für den Stahnsdorfer Kirchhof von 1908 als Grundlage dienten.

In dem Gebäude befindet sich eine kleine Feierhalle, welche etwa 20 Personen Platz bietet, und eine große Halle für etwa 100 Personen. Hier finden neben den Trauerfeiern auch regelmäßig Konzerte statt.

Letzte Änderung am: 08.03.2019